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Barfuss nackt Herz in der Hand

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Barfuss nackt Herz in der Hand

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Theater auf der Festspielbühne

Schüler diskutieren mit Autor Ali Jalaly

 

 

 

Ein Darsteller, wenige Puppen als Requisiten, ein 80-minütiger Monolog: So gestaltete sich der Abend auf der Hinterbühne im Ruhrfestspielhaus bei der Aufführung des Theaterstücks „Barfuß Nackt Herz in der Hand“ von Ali Jalaly in der Regie von Katrin Kazubko von der Studiobühne EXTRA München.

Der Inhalt: Ali, Moslem und türkischer Müllmann, der viele Jahre in Deutschland als Gastarbeiter lebt und seine eigenen Ansichten in gebrochenem Deutsch vorträgt. Ali erlebt eine schwere Tragödie. Sein Haus wird von Skinheads angezündet und seine Frau und einer seiner Söhne verlieren bei dem Brandanschlag ihr Leben. Dennoch sucht und findet Ali einen Weg: „Nackt Herz in der Hand“.

Für die vielen Zuschauer, die der Einladung zu diesem Theaterstück von REspect4you in Zusammenarbeit mit der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule und dem Institut für Kulturarbeit der Stadt Recklinghausen gefolgt waren, keine leichte Kost. Zumal die meisten von ihnen zur Zeit des Solinger Brandanschlags 1993, der Anlass für das Theaterstück war, noch Kinder waren.

Das Stück selbst war in fast jeder Szene ergreifend. Beeindruckend war die schauspielerische Leistung des Darstellers, dem es gelang, die Zuschauer über die gesamte Dauer des Stücks zu fesseln.

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barfuss.autor.w Nach der Aufführung stellten sich der Schauspieler Jurij Diez und der Autor Ali Jalaly den Fragen von Moderator Alois Banneyer.

Bemerkenswert waren die Erklärungen des Autors, der das Stück mehrfach umgeschrieben hat. „Nein, eine Botschaft zu geben ist nicht das primäre Anliegen“, so Ali Jalaly. „Vielmehr geht es darum, die Person Alis darzustellen, die unter dem Leid des Geschehenen einen Weg zu überleben sucht.“ Rassistische Gewalttaten sieht Jalaly nicht als typisch deutsches Problem. Dies komme vielmehr in fast allen Gesellschaften vor.

Die lebhafte Diskussion von über dreißig Zuschauern mit dem Autor und dem Schauspieler musste Moderator Banneyer nach über einer Stunde beenden, damit die Bühnenarbeiter ihren Job zu Ende bringen konnten.

 

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